Der Fraunhofer-Verbund Ressourcentechnologien und Bioökonomie VRB

Unsere Vision ist eine lebenswerte Welt, in der alle Ressourcen nachhaltig gewonnen und genutzt werden.

Der Fraunhofer-Verbund Ressourcentechnologien und Bioökonomie VRB entwickelt biotechnologische, verfahrenstechnische, zirkuläre und systemische Lösungen für ein verantwortungsvolles Management unserer Ressourcen und deren Nutzung. Dies umfasst die Rohstoff- und Energieversorgung, den Klima- und Umweltschutz sowie Sicherstellung von Ernährung und Gesundheit.

Wir kümmern uns um die Pfade »vom Molekül über den Stoff zum Produkt« (Produktentwicklung) genauso wie »von der Laboranlage zur Produktionsanlage« (Scale-up verfahrenstechnischer Prozesse). Unser Ansatz liegt darin, Werte durch Prinzipien des zirkulären Wirtschaftens (z. B. Circular Design, Materialkreisläufe) zu schaffen.

Wirtschaft und Gesellschaft fragen nach verantwortbaren »Systemlösungen«, die kooperative FuE-Partnerschaften erfordern. Der Fraunhofer-Verbund VRB bietet durch Bündelung von Kompetenzen und Infrastrukturen eine Systempartnerschaft für nachhaltige Ressourcenwirtschaft und bioökonomische Lösungen auf dem Weg zur Circular Economy.

Unser Leistungsangebot

 

Circular Carbon

 

Circular Health

 

Circular Water

Aktuelles aus dem Verbund

 

Pressemitteilung - Fraunhofer IME / 7.1.2026

Eine neue Ära im Pflanzenschutz: Wie das erste RNAi-Spray auf dem Markt gegen Kartoffelkäfer wirkt

Der Klimawandel und die intensive Landwirtschaft begünstigen die Ausbreitung von Schadinsekten. Gleichzeitig geraten herkömmliche Insektizide aufgrund von Umwelt- und Gesundheitsrisiken sowie zunehmender Resistenzen unter Druck. Mit Calantha® (Wirkstoff: Ledprona) hat GreenLight Biosciences 2023 in den USA die Zulassung für das weltweit erste RNAi-Spray erhalten. Eine aktuelle Studie von GreenLight Biosciences, dem Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME (Abteilung Bioressourcen) und der Justus-Liebig-Universität Gießen erläutert den Wirkmechanismus. Das Spray schaltet gezielt ein lebenswichtiges Gen im Kartoffelkäfer aus und löst darüber hinaus einen bisher nicht beschriebenen sekundären Effekt aus, der zu einer tödlichen Anreicherung von Proteinen im Körper des Insekts führt. Die Studie belegt die Spezifität der dsRNA und identifiziert die durch die Herunterregulierung verursachte nachfolgende Proteasom-Fehlfunktion als Wirkmechanismus von Ledprona.

 

Pressemitteilung - Fraunhofer IGB / 7.1.2026

Biotenside: Eine nachhaltige Alternative für Reinigungs- und Körperpflegemittel

Eine Alternative zu chemisch synthetisierten Tensiden in Spülmittel, Haushaltsreiniger oder Duschgel sind mikrobielle Biotenside. Nach vielen Jahren intensiver Forschung und Entwicklung stellt das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB nun Muster hochreiner Glykolipid-Biotenside bereit – vielseitig einsetzbar, biologisch abbaubar und hergestellt aus heimischen nachwachsenden Roh- und Reststoffen. Die Optimierung der Biotenside wurde auch im Rahmen des Projekts »Allianz Biotenside« erforscht. Die strategische Allianz von Partnern aus Forschung und Industrie präsentiert ihre Ergebnisse auf einer Abschlusskonferenz am 4. Februar 2026 in Stuttgart.

 

Pressemitteilung - Fraunhofer IVV / 20.11.2025

Innovationspartnerschaft für Lebensmittel- und Verpackungssysteme der Zukunft

Der flämische Ministerpräsident, Matthias Diependaele, sowie Vertreter führender Branchenverbände und Unternehmen aus den Bereichen Lebensmittel, Verpackung, Maschinenbau, Chemie, Holz und Textil informierten sich am Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV über technologische Neuheiten in den Bereichen Lebensmittelentwicklung, Verpackung und Recycling. Der Besuch bildete den Abschluss einer mehrtägigen Delegationsreise durch Bayern und unterstrich die wachsende Bedeutung internationaler Partnerschaften für eine nachhaltige und krisenresistente Industrie in Europa.

 

Pressemitteilung - Fraunhofer IGB / 14.11.2025

Fraunhofer IGB erhält rund drei Millionen Euro Förderung für Aufbau eines Biofabrikationszentrums

Die Herstellung komplexer biologischer Produkte und Gewebe ist wegweisend für die Biomedizin, etwa beim Ersatz erkrankter Gewebe oder als Alternative zum Tierversuch, aber auch für die biotechnologische Produktion von kultiviertem Fleisch. Das Land Baden-Württemberg und die EU investieren in die Ausstattung am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB, um den Aufbau eines Zentrums für Biofabrikation in Stuttgart zu unterstützen.